Forschung_AG
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Bedeutung von Tumorzell-Metabolismus und epigenetischer Regulation in der Entwicklung neuer Therapieansätze

Diese Nachwuchsgruppe wird ab 2018 an der UMG angesiedelt sein, mit einem Schwerpunkt auf translationalen Forschungsprojekten, mit dem Ziel multimodale Therapieansätze für GI-Tumoren zu verbessern.

Während in den letzten Jahrzehnten bereits große Erfolge in der Behandlung des kolorektalen Karzinoms (KRK) erzielt werden konnten, besteht nach wie vor ein großer Verbesserungsbedarf, da die Prognose durch die Entwicklung von Resistenz gegenüber etablierten Antitumor-Therapien und durch die Entwicklung von Metastasen während der Krankheitsprogression begrenzt wird. Herkömmliche anti-angiogenetische Therapien haben sich zum Teil als wirksam beim metastasierten KRK erwiesen, sind aber durch Resistenzmechanismen stark eingeschränkt.

Patientenspezifische Xenograft-Mäuse sollen verwendet werden, um neue Ansätze zu testen und das Konzept der Tumorblutgefäß-Normalisierung durch metabolisches Targeting von Tumor-Endothelzellen zusammen mit einer kombinierten Radiochemotherapie einzusetzen. Um die Wirkungsweise dieser Strategie und die Entwicklung von Resistenzmechanismen besser zu verstehen, werden die Auswirkungen auf den Tumorzellstoffwechsel und die epigenetische Regulation untersucht werden. Die künftigen Projekte sind zukunftsorientierte translationale Forschungsprojekte, die das Potential haben, neue Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Metabolismus-basierten Antitumor-Therapien zu entwickeln, die auch auf andere Tumorentitäten übertragbar sein könnten. Diese Forschung wird es ermöglichen, robuste und vielversprechende Targets im Tumorstoffwechsel zu entdecken, innovative Behandlungen zur Hemmung der Tumorangiogenese zu entwickeln, multimodale Konzepte mit Chemo-Radiotherapie zu verbessern und damit schließlich zur Prognoseverbesserung von KRK-Patientinnen und -Patienten beizutragen.

Interessierte MD-/PhD-Studierende sind herzlich eingeladen, sich bei Interesse zu melden unter:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

5 wichtigste Publikationen:

  1. Cantelmo AR*, Conradi LC*, Brajic A*, Goveia J*, Kalucka J, Pircher A, Chaturvedi P, Hol J, Thienpont B, Teuwen LA, Schoors S, Boeckx B, Vriens J, Kuchnio A, Veys K, Cruys B, Finotto L, Treps L, Stav-Noraas TE, Bifari F, Stapor P, Decimo I, Kampen K, De Bock K, Haraldsen G, Schoonjans L, Rabelink T, Eelen G, Ghesquière B, Rehman J, Lambrechts D, Malik AB, Dewerchin M & Carmeliet P. Inhibition of the glycolytic activator PFKFB3 in endothelial cells induces tumor vessel normalization, impairs metastasis and improves chemotherapy. Cancer Cell, 2016 Dec 12;30(6):968-985. (*shared first authorship)
  2. Goveia J, Pircher A, Conradi LC, Kalucka J, Lagani V, Dewerchin M, Eelen G, DeBerardinis RJ, Wilson I, Carmeliet. Meta-analysis of clinical metabolic profiling studies in cancer: challenges and opportunities. EMBO Molecular Medecine, 2016 Oct 4;8(10):1134-1142.
  3. Cruys B, Wong BW, Kuchnio A, Verdegem D, Cantelmo AR, Conradi LC, Vandekeere S, Bouché A, Cornelissen I, Vinckier S, Merks RM, Dejana E, Gerhardt H, Dewerchin M, Bentley K, Carmeliet P. Glycolytic regulation of cell rearrangement in angiogenesis. Nat Commun. 2016 Jul 20;7:12240.
  4. Styczen H, Nagelmeier I, Beissbarth T, Nietert M, Homayounfar K, Sprenger T, Stanek K, Boczek U, Wolff H, Ghadimi M, Liersch T, Middel P, Rüschoff, Conradi LC. HER-2 and HER-3 expression in liver metastases of patients with colorectal cancer. Oncotarget. 2015 Jun 20;6(17):15065-76.
  5. Conradi LC, Styczen H, Sprenger T, Wolff HA, Rödel C, Nietert M, Homayounfar K, Gaedcke J, Kitz J, Talaulicar R, Becker H, Ghadimi M, Middel P, Beissbarth T, Rüschoff J, Liersch T. Frequency of HER-2 positivity in rectal cancer and prognosis. Am J Surg Pathol. 2013 Apr;37(4):522-31.