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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Zu den häufigsten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zählen der Morbus Crohn, die Colitis ulcerosa wie auch im weiteren Sinne die chronische Divertikulitis.

Aktuelle Daten zeigen, dass an einem Morbus Crohn oder an einer Colitis ulcerosa  in Deutschland ca. 600 Menschen pro 100.000 Einwohner leiden1. Die Inzidenz beider Erkrankungen war zuletzt in den westlichen Ländern stark zunehmend. Meist erkranken jüngere Menschen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren aber auch jenseits des 60. Lebensjahres kommen Neuerkrankungen vor. Die Diagnostik erfolgt fast ausschließlich durch die Kollegen der Inneren Medizin bzw. durch die Gastroenterologie. In den meisten Fällen wird eine medikamentöse Therapie durchgeführt. Im Verlauf der Erkrankung kann es jedoch zu einem Versagen der medikamentösen Therapie oder zu Komplikationen kommen, die eine chirurgische Therapie zwingend notwendig machen. Solche Komplikationen können vorliegen beim  Auftreten von Fisteln, Abszessen, Darmstenosen und Tumoren. Wichtig ist hierbei die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Innerer Medizin bzw. Gastroenterologie und Chirurgie.

Bei der chirurgischen Therapie der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen arbeitet unsere Klinik eng mit der Klinik für Gastroenterologie und gastrointestinale Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen wie auch mit niedergelassenen Kollegen und externen Behandlern zusammen. Die Indikationsstellung erfolgt stets im gemeinsamen Konsens.

Logo DGAV Referenzzentrum Chirurgische KoloproktologieUnsere Klinik ist als Referenzzentrum für chirurgische Koloproktologie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert. Durch eine langjährige Expertise und ein hohes Patientenaufkommen in der chirurgischen Behandlung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen erreichen wir optimale operative Ergebnisse. Auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse bieten wir alle gängigen chirurgischen Therapieverfahren zur leitliniengerechten Behandlung von Fisteln, Abszessen und Stenosen. Eine besondere Expertise liegt in der minimalinvasiven Resektion von Teilabschnitten des Dünn- oder Dickdarmes wie auch in der Kolektomie oder Proktokolektomie mit ileoanalem Pouch. Gegebenenfalls können diese Operationen auch Roboter-assistiert durchgeführt werden, was vor allem am Enddarm ein besonders präzises Operieren ermöglicht.

Sollten Sie weitere Fragen haben oder eine Zweitmeinung wünschen, sprechen Sie uns bitte an.

Ihre Ansprechpartner:

Univ.-Prof. Dr. Michael Ghadimi
Direktor
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Dr. Maximilian von Heesen
Oberarzt
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Koloproktologische Sprechstunde

Mittwoch 8:00 bis 12:00 Uhr und nach Vereinbarung
Hauptgebäude UBFT, Ebene 3,Fahrstuhl B2 (Leitstelle B2)
Terminvereinbarung unter 0551/39-66353


1 Ng SC, Shi HY, Hamidi N, et al. Worldwide incidence and prevalence of inflammatory bowel disease in the 21st century: a systematic review of population-based studies. Lancet. 2018; 23;390(10114):2769-2778.