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Chirurgie von Speiseröhre und Magen

In unserer Klinik behandelt ein hochspezialisiertes Team Patienten mit allen Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens. Detaillierte Informationen zu Krankheitsbildern, unserem Leistungsspektrum und  Behandlungsmethoden lesen Sie weiter unten.

Refluxchirurgie

Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist die häufigste gutartige Erkrankung des oberen Gastrointestinaltraktes. Das typische Symptom ist Sodbrennen. Es entsteht dadurch, dass Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt – der sogenannte Reflux –, weil die entsprechenden Verschlussmechanismen nicht mehr optimal funktionieren.

Die dauerhafte Entzündung der Speiseröhre bei der Refluxkrankheit ist aber nicht nur unangenehm. Sie führt bei zirka zehn Prozent der Patienten leider auch dazu, dass sich die Schleimhautzellen der unteren Speiseröhre verändern. Diese Veränderung – die sogenannte Barrett-Metaplasie – ist einer der größten Risikofaktoren für die Entwicklung einer Krebserkrankung des unteren Anteils der Speiseröhre. Deshalb ist eine frühzeitige Therapie so wichtig.

Bringt die medikamentöse Behandlung keinen nachhaltigen Erfolg, haben wir die Möglichkeit, den unteren Speiseröhrenpförtner operativ zu verstärken. In den meisten Fällen ist dies sogar mit einem schonenden minimal-invasiven Verfahren (Schlüssellochchirurgie) möglich.

Chirurgie der Erkrankungen der Speiseröhre

Die bösartigen Tumoren der Speiseröhre liegen meist im mittleren oder unteren Abschnitt. Sie werden häufig erst dann erkannt, wenn sie eine gewisse Größe erreicht haben und Beschwerden verursachen. Ist dies der Fall, ist vor der operativen Entfernung des Tumors meistens eine Chemotherapie oder eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie sinnvoll. Kleinere Tumoren dagegen können wir sofort operieren.

Bei der Operation entfernen wir einen Großteil der Speiseröhre sowie die umgebenden Lymphknoten und ersetzen sie durch einen Dünndarm- oder Magenanteil. Nach dem Eingriff können die Patienten in der Regel wieder normal Nahrung zu sich nehmen.

Chirurgie der gutartigen Erkrankungen des Magens

Es gibt verschiedene Erkrankungen des Magens, die gutartig und relativ einfach operativ zu behandeln sind.

Das Magengeschwür z. B., auch Ulkus genannt, tritt heute durch den Einsatz von Magensäure hemmenden Medikamenten eher selten auf. Kommt es jedoch im Rahmen eines Ulkus zu einer schweren Blutung oder zum Durchbruch der Magenwand (Perforation), ist eine Notfalloperation nötig. Da Magengeschwüre vielfach im Bereich des Magenausganges oder des beginnenden Zwölffingerdarmes auftreten, reicht es in den meisten Fällen aus, wenn wir den unteren Magenanteil entfernen.

Häufig kommen auch gutartige oder intermediäre Tumoren vor, die meist – im Gegensatz zu Karzinomen, die aus der Schleimhaut entstehen – von der Muskelschicht des Magens ausgehen (GIST-Tumore). Da diese nicht in die den Magen umgebenden Lymphknoten metastasieren, ist es auch hier in den allermeisten Fällen ausreichend, einen Teil des Magens mit ausreichendem Sicherheitsabstand zum Tumor zu entfernen.  

Chirurgie bei Krebserkrankungen des Magens

Auch bösartige Tumoren treten im Bereich des Magens auf. Werden sie früh erkannt und optimal behandelt, bestehen gute Heilungschancen. Risikofaktoren für den bösartigen Magenkrebs sind chronische Entzündungen, Magengeschwüre und Infektionen mit dem Bakterium Helicobacter pylori.

Vor Therapiebeginn führen wir in der Regel eine diagnostische Bauchhöhlenspiegelung (Laparoskopie) durch. Bei der Operation müssen dann der Magen und die umgebenden Lymphknoten entfernt werden – als Ersatz werden Abschnitte des Dünndarms eingesetzt. Häufig ist zur optimalen Vorbereitung der Operation und zur Nachbehandlung eine Chemotherapie notwendig.

Nach der Operation muss der Patient aufgrund des kleineren Ersatzmagens seine Ernährungsgewohnheiten zunächst umstellen und um spezielle Vitamine ergänzen. Hierzu beraten wir Sie ausführlich und individuell.

Ihre Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. Michael Ghadimi
Direktor
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Univ.-Prof. Dr. Jochen Gaedcke
Leitender Oberarzt
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Priv.-Doz. Dr. Thilo Sprenger
Oberarzt
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Interdisziplinäre Refluxsprechstunde:
Nach Vereinbarung
Hauptgebäude UBFT, Ebene 3,Fahrstuhl B2 (Leitstelle B2)
Terminvereinbarung unter 0551/39-66148